Nicht offener Realisierungswettbewerb

1. Preis, Kita am Reiterplatz, Hockenheim

KITA AM REITERPLATZ
Die zweigeschossige Kita gliedert sich in drei versetzt angeordnete Baukörper und positioniert sich parallel zur Ernst-Willhelm-Sachs-Straße. Die versetze Bauweise bildet eine klare Adresse, formuliert Freiräume und schafft für den Ort angemessene bauliche Maßstäbe. Gebäude und Freiraum werden in einem gesamtheitlichen Konzept spielerisch miteinander verzahnt. Über einen großzügigen Vorplatz gelingt das geregelte Ankommen der Eltern und Kinder. Hier kann das Gelände sicher betreten werden, hier kann sich der Besucher leicht orientieren. Die Stellplätze im Norden befinden sich in unmittelbarer Nähe. Darüber hinaus definiert der Entwurf geschützte Freiräume für den Zugang in den KiTa-Außenbereich und einem den Mensen zugewandten Freiraum.
Kenndaten
Wettbewerbsart | nicht offener Realisierungswettbewerb
Auslober | Große Kreisstadt Hockenheim
Platzierung | 1. Preis
BGF | 3.100 m²
Tagung des Preisgerichts | 2024
Team | S.Fischer, G.Gürsoy, M.Caferoglu, J.Schumann, A. Zhdanova
Auszug aus dem Protokoll:
Die neue Kindertagesstätte am Reiterplatz platziert sich mit drei kompakten, gegeneinander versetzten Baukörpern geschickt auf dem Grundstück und orientiert sich an der Ernst-Wilhelm- Sachs-Straße. Durch die gewählte Proportion und Anordnung der Baukörper erhält die neue Kindertagesstätte eine überzeugende Maßstäblichkeit, eine Leichtigkeit in der Gesamterscheinung und fügt sich angemessen in den Kontext ein. Durch die versetzte Bebauung entstehen wie selbstverständlich drei unterschiedliche Freiraumzonen, die sowohl auf das städtebauliche Umfeld als auch auf die inneren Bereiche reagieren.

Die Organisation der neuen Kindertagesstätte überzeugt durch eine klare und flexible Struktur und eine gute Orientierung. Die Anordnung der Räume passt, lässt einen lebendigen Alltag erwarten und entspricht den Wünschen der Nutzer. Der flexible Mehrzweckbereich im Obergeschoss liegt richtigerweise direkt am Luftraum und der vertikalen Erschließung, ist flexibel und inszeniert den Blickbezug zum Garten. Der hochwertig und spannungsreich gestaltete Freiraum bietet vielfältige Möglichkeiten für die Aktivitäten der Kinder im Freien. Das Konzept mit den angelegten Wieseninseln, die Bereiche für Ü3 und U3 selbstverständlich zu zonieren und dennoch gemeinsame Orte zu schaffen, ist in hohem Maße gelungen.

Das neue Erscheinungsbild mit der präzise ausformulierten Fassadengestaltung in Holz überzeugt, ist angenehm reduziert und unterstreicht souverän das Gesamtkonzept. Durch die
vorgestellten(Flucht-)Balkone mit Verschattung wird einerseits der Innenraum im Obergeschoss optisch erweitert, andererseits aber auch die Belange des Brandschutzes sinnvoll erfüllt.
Entwurfskonzept
Funktional wie städtebaulich ist das Gebäude in drei Bereiche gegliedert und sorgt für eine einfache Orientierung in kindgerechten Maßstäben. Der mittlere Baustein beinhaltet alle allgemeinen Funktionen wie Verwaltung und Personalräume, Küche, Mensa und Mehrzweckräume und verbindet geschossübergreifend über ein Atrium alle Nutzungen auf spielerische Weise und auf kurzem Wege miteinander. Der U3 Bereich findet sich im östlichen Baustein an der Ernst-Willhelm-Sachs-Straße, der Ü3 Bereich im westlichen Gebäudetrakt. Die geschickte Anordnung der Funktionen ermöglicht eine Ausrichtung aller Gruppenräume Richtung Süd-Westen, abgewandt vom lärmintensiven Hockenheimring. Die jeweiligen Gruppenbereiche sind kompakt organisiert, klar ablesbar und einfach zu erkennen. Einschnitte zwischen den Gruppenbereichen weiten und belichten den Spielflur. Hier sind jeweils die Garderoben und Stiefelgänge untergebracht, welche von allen Ebenen einen direkten Zugang ins Freie über einen vorgeschalteten Laubengang zulassen. Das erdgeschossige Foyer und die Mensa sind untereinander kombinierbar, offen und flexibel einteilbar. Die Mensa kann sowohl über die Schule als auch über einen externen Eingang erreicht werden. Die Mehrzweckräume in dem Obergeschoss können ebenfalls über den Laubengang extern erreicht und miteinander kombiniert werden.

Weitere Wettbewerbe

1. Preis, Neubau eines Wohnquartiers in Edingen-Neckarhausen
1. Preis, Neues eines Wohnquartiers an der Krimm, Mainz
Anerkennung, Neubau Waldenser Mitte, Mannheim